So wird unser Arganöl hergestellt

Der Arganbaum (biol. Argania spinosa) existiert seit über 2 Millionen Jahren und gehört somit zu den ältesten der Welt. Ein Baum kann bis zu 400 Jahre alt werden. Mittlerweile existiert er nur noch ausschließlich auf einem 820 000 Hektar großen Gebiet im Südwesten Marokkos. 1998 wurde das marokkanische Argangebiet in der Liste der Biospärenreservate der UNESCO aufgenommen. Der Arganbaum gedeiht nirgendwo anders. Das macht Arganöl so wertvoll.

Aufgrund der dornigen Äste des Arganbaums (biol. Argania Spinosa), werden die Früchte nicht gepflückt. Die Berberfrauen und ihre Familien warten bis sie von selbst auf den Boden fallen, um sie dann mit der Hand auszulesen. Eine Besonderheit liegt darin, dass der Baum Früchte und Blüten gleichzeitig trägt. Würden nun die Berberfrauen den Baum schütteln um an die Früchte heran zukommen, so fielen auch die Blüten zu Boden und damit wäre die Ernte des Folgejahres verloren. Auf Dächern werden die reifen Früchte getrocknet damit sie später zu Arganöl verarbeitet werden können. Das trockene, ungenießbare Fruchtfleisch wird von der Nuss getrennt. Die in den Nüssen enthaltenen Mandeln werden durch weiteres Knacken aus der Nuss befreit. Die Arganmandeln werden in Steinmühlen zu einem feinen Teig gemahlen. Danach wird der Mandelteig mit etwas abgekochtem Wasser so lange mit den Händen geknetet, bis sich das Öl von den festen Bestandteilen, dem Ölkuchen, trennt. Dieser Prozess wird in mühevoller Handarbeit seit Generationen von Berberfrauen unternommen.